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Rhein Zeitung vom 28.09.2010

Kenianer nicht zu schlagen

Leichtathletik: Kenianer Kipruto schrammt beim „5. Rheinhöhenlauf“ nur knapp am Rekord vorbei

Auch über die Rheinhöhen sind Langstreckenläufer aus Kenia nicht zu schlagen. So wie am Samstag Sammy Kipruto beim „5. Rheinhöhenlauf“ des SV Vettelschoß.

Vettelschoß. Nur acht Sekunden trennten Sammy Kipruto beim „5. Rheinhöhenlauf“ in Vettelschoß auf der Halbmarathonstrecke vom Streckenrekord aus dem vergangenen Jahr. Mit einer Zeit von 1:08:25 lief der Kenianer im Ziel ein. Rekordzahlen schrieb der Halbmarathon dennoch: In diesem Jahr gab es schon vor dem Startschuss einen Anmelderekord.

Insgesamt gingen 1385 Läufer, davon 215 Schüler, an den Start. Auch die Kinderläufe fanden großen Zuspruch: 70 Prozent der Mädchen und Jungen der Grundschule Vettelschoß und 40 Prozent der Grundschüler aus St. Katharinen hatten sich zu den 880 und 1320 Meter-Läufen gemeldet. Wie die großen Sportler ließen sich auch die Knirpse im Ziel bejubeln – die Zukunft des Rheinhöhenlaufes ist also gesichert.

Die reizvolle, aber auch anspruchsvolle Strecke zieht mittlerweile Sportler aus dem ganzen Bundesgebiet an. Den Extremläufer Daniel Weiser vom LAZ Troisdorf/Siegburg etwa. Wie schon im vergangenen Jahr sicherte er sich den dritten Platz. Mit seiner Zeit von 1:17:20 Stunden war er am Ende „super zufrieden“. „Am Anfang des Laufes ging es nur bergab, doch dann wurde es hart. Es sind einige Höhenmeter zu bewältigen, die tun dann schon sehr weh“, sagte Weiser.

Vor ihm musste Abderrazzak Charai (1:10:58) von der LG Mendig von den Streckenposten angehalten werden. Der gebürtige Marokkaner hatte gar nicht bemerkt, dass er schon über die Ziellinie gelaufen war. Begleitet von feurigen Sambarhythmen lief Birgit Lennarz von der LLG St. Augustin (1:31:27) als erste der Frauen ins Ziel.

Rekordverdächtig war auch diesmal wieder die Organisation des großen Volkslaufes. Rund um die Initiatoren Wolfgang Gemein und Dieter Altmann hatte ein eingespieltes Team von 170 ehrenamtlichen Helfern nicht nur für einen reibungslosen Ablauf des beliebten Volkslaufes gesorgt, gleichzeitig hatten die Macher des Rheinhöhenlaufes ein großes Sportfest auf die Beine gestellt. Während die Rockband „Tinnitus“ den Sportlern mit der Rheinhöhenlauf- Hymne „Lauf“ einheizte, munterten Sambatrommler entlang der Strecke immer wieder auf, und auch die Vettelschoßer Vereine sorgten für mächtig viel Stimmung unter Sportlern und Zuschauern.

Einen Anreiz für die Läufer der Region bot ein Sponsor: Jeweils 250 Euro winkten den schnellsten Läufern aus einem Umkreis von 50 Kilometern. Doch ganz gleich, ob Rekorde, persönliche Bestzeiten oder der olympische Gedanke der Antrieb für den Lauf waren: Strahlend nahmen am Ende alle Beteiligten die Lebkuchenmedaille mit der Aufschrift „Ich war dabei“, entgegen. Beate Christ

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RZ Asbach, Linz, Unkel vom Dienstag, 28. September 2010, Seite 11

Rhein-Zeitung vom 13.12.2010 General-Anzeiger vom 28.09.2010